Bildungsimpulse 26.11.2021

Geschichtenzeit 
Vorlesen und Geschichten erzählen ist fast überall möglich. Mit Geschichten und Büchern eröffnen sich neue Welten in den Köpfen der Kinder. Ganz nebenbei wird der Sprachschatz erweitert und die Lust am Erzählen wird gefördert.
Jeden Mittwoch versammeln wir uns in einer kleinen Runde, um Geschichten zu lauschen.
Dieses Mal hat Ina den Kindern ein Geschichtensäckchen mitgebracht. In diesem steckte die Geschichte von den fünf Wichteln, die Plätzchen backen. Gemeinsam haben wir besprochen, was man zum Backen alles braucht und am Ende durften die Kinder die Plätzchen der Wichtel verkosten.
Fünf Wichtel wollen Plätzchen backen
Fünf Wichtel wollen Plätzchen backen.
Und brauchen dazu viele Sachen.
Der erste Wicht holt Mehl herbei.
Der zweite Wicht, der bringt das Ei.
Der dritte will den Teig verrühren
Der vierte nur mal schnell probieren
Der fünfte sagt: Die werden schmecken!
Ich werde den Tisch gleich für uns decken.
Abenteuer im Sprachland – eine Sprach – Insel- Reise

Diese Woche haben sich 10 Kinder auf eine Reise ins Sprachenland begeben. Bei dieser Aktivität werden wir gemeinsam mit den Kindern die Sprache auf spielerischer Weise entdecken und ganz nebenbei fördern. Dies geschieht z.B. durch Reime, Geschichten und Lieder. Auf jeder Sprach-Insel kann man etwas Neues entdecken. Diesmal besuchten wir die Wörter-Insel und haben dort Reimwörter wie HAUS-MAUS und zusammengesetzte Substantive wie z.B. REGEN-SCHIRM gesammelt. Auf der Musik-Insel haben wir zu Bewegungsliedern gesungen und getanzt und auf der Bücher-Insel lauschten wir der Geschichte von Paulchen und Picks.

In der Kinderküche wurden die ersten Plätzchen gebacken.
Im Kreativzimmer gestalteten die Kinder Tannenbäume, indem sie eine Tannenform stickten und diese dann mit unterschiedlichen Materialien dekorierten.
Im Experimentierbereich erforschten wir, warum das Wasser im Meer blau aussieht. Dazu füllten die Kinder eine Schüssel mit Wasser. Es war durchsichtig. Gemeinsam überlegten wir, wie der Meeresboden aussieht. Es kamen Antworten wie: grau, schlammig, braun, matschig. Deshalb legten wir grauen Tonpapier unter die Schüssel. Das Wasser wurde immer noch nicht blau. Emil kam darauf, dass es auch noch Algen im Wasser sind. Die Kinder zerrissen grünes Papier und legten es zur Schüssel. Das Wasser wurde nicht blau. Wir überlegten, was es noch in der Natur um das Meer herum gibt. Konrad meinte; Der Himmel ist über dem Meer. 
Aus dem Kreativzimmer holten die Kinder ein großes Blatt blaues Tonpapier. Dies hielten wir über die Schüssel. Das Wasser erschien immer noch nicht in blau. Die Kinder kamen auf die Idee, dass das Meer ja salzig ist. Vielleicht muss ja Salz ins Wasser. Benno rührte Salz in die Wasserschüssel. Das Wasser blieb durchsichtig. Auf die Frage; Was leuchtet am Himmel? brachte die Kinder darauf, dass noch die Sonne fehlt. Marlene ging zum Hausmeister und organisierte uns eine Taschenlampe. Diese hielt sie unter den „Himmel“ und auf dem Foto konnten wir sehen, das Wasser leuchtet blau. „Geschafft.“
Der Experimentierbereich steht seit einiger Zeit zur selbstständigen Nutzung bereit. Die Kinder können sich selbst Materialien aussuchen und forschen. Richard hat getestet, welche Stoffe sich im Wasser auflösen und welche nicht. Er entdeckte immer mehr Stoffe, welche er in das Wasser gab. Zum Ende nutzte er alles, was er fand. Darunter waren Mehl, Zucker, Essig, Öl, Steine, Lebensmittelfarbe und Brausetabletten. Er war begeistert, als er die Reaktionen der Stoffe miteinander erlebte. Es kamen immer mehr Kinder dazu und beobachteten das Geschehen.
Betäubungszuckerstange und blinde Autofahrer – eingetaucht in die Erfahrungswelt der Kinder
Fritz und Mattheus spielen mit den Holzautos. Die Feuerwehr fährt zu einem Einsatz und die Feuerwehrmänner löschen das Feuer. Ein Feuerwehrmann stürzt während der Löscharbeiten von der Leiter. Ich (Kathleen) meinte: „Da muss jetzt der Krankenwagen kommen.“ Fritz und Mattheus antworten: „Wir haben keinen Krankenwagen.“
Ich: „Vielleicht können uns die Großen einen Krankenwagen aus Lego bauen.“
Marlene: „Ich glaube, wir schaffen das nicht.“
Arthur: „Wir können es probieren.“
Arthur, Marlene, Richard und Konrad fingen an, mit dem Lego zu konstruieren. Als Erstes entstand der Krankenwagen.
Damit der Playmobil – Feuerwehrmann in den Krankenwagen passte, nahmen die Kinder ihn zum Abmessen dazu.
Die Kinder bauten weiter. Es entstanden: ein Krankenhaus mit einem roten Kreuz darauf, Rettungsflugzeug, Rettungsboot, Rettungshubschrauber, Rettungsschiff, Krankenbett mit Zudecke, Spritze, Skalpell, Mundschutz, Ampel, Verbandszeug, Parkplatz für den Krankenwagen mit einer Mauer davor.
Marlene kam zu mir und zeigte ihr Gebautes. Dazu erklärte sie mir: „Das ist ein Gerät, womit man das Herz misst (EKG).“
Emil kam und stellte eine Krankenliege mit Kopfkissen dazu sowie sein Transportmittel, welches mehrere Kranke transportieren kann.
Konrad konstruierte ADAC – Abschleppauto, Flugzeuge, Boot, Einsatzleiter. Aus Kapla- Steinen baute er noch eine Wasserstraße für die Rettungsboote, -schiffe.
Arthur zeigte mir eine „Betäubungszuckerstange“. Er erklärte mir, dass man diese Kranken gibt, damit sie einschlafen. Dann kann man sie mit einem Skalpell aufschneiden. Er sah mein erschrockenes Gesicht und ergänzte: „und später wieder zunähen kann.“
Richard erklärte mir, dass die Mauer einen Bewegungsmelder für blinde Autofahrer hat. Er gibt ein Signal ab, wenn die Ampel rot ist, weil ein Krankenwagen auf dem Parkplatz steht. Die blinden Autofahrer hören dies und wissen dann Bescheid.
Fritz und Mattheus konnten nun den verletzten Feuerwehrmann mit dem Krankenwagen, ins Krankenhaus bringen. Außerdem nahmen sie  die Ampel und das Rettungsflugzeug zum Spielen.
 

Derzeit führen wir in unserer Kita eine Kinderbefragung durch. Dies ist ein Resultat aus der Reflexion in den vergangenen Wochen und Monaten zur Umsetzung der 10 wichtigsten Kinderrechte der  UN – Kinderechtskonventionen in unserer Kita.

Mit Fragen wie z.B.:
  • Kommst Du gern in die Kita?
  • Was gefällt Dir in der Kita und was nicht?
  • Was können die Erwachsenen tun, damit es dir in der Kita noch besser gefällt?
  • Bei was darfst Du in der Kita mitentscheiden?
wollen wir erfahren wie es den Kindern bei uns in der Kita geht, was ihnen gefällt und was nicht. Diese Befragung ermöglicht uns, zu erfahren welche Wünsche und Ideen zur Gestaltung des Kitaalltags ihre Kinder haben. Die Möglichkeit des Kinderinterviews wird mit großer Begeisterung angenommen und sehr viele Kinder wollen von Angela und Ina interviewt werden. Die Ergebnisse dieser Kinderbefragung werden wir im Herbst in der Kita veröffentlichen. Gern können Sie hier den Fragebogen einsehen. 
 
Zum Thema Kinder- und Jugendernährung möchten wir Ihnen hier einen kostenfreien Workshop zur Verfügung stellen. Sie müssen sich dazu auch nicht anmelden. 
Der Workshop ist in 4 Videos eingeteilt, welche jeweils ca. 1,5 h gehen. 
In diesem Workshop erhalten Sie Informationen rund um die ganzheitliche Gesunderhaltung von Kindern und Jugendlichen. Der Workshop wird von Manuel Eckardt (https://www.manueleckardt.de/) und Dr. Volker Zitzmann ( http://deutschland-trainiert-online.com/index.php?article_id=58) gehalten.
 
Fotoquelle: Kinderhaus „Pusteblume“

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